Der mehrteilige Wiederkäuermagen ermöglicht den Kühen durch eine mikrobielle Verdauung auch Cellulose zu verwerten. Die Kuh frisst das Futter nur wenig zerkleinert und schluckt es nach nur kurzem Einspeicheln ab. Der Pansen übernimmt dann die Durchmischung...
...und nach durchschnittlich 30 bis 70 Minuten nach der Futteraufnahme beginnt die Kuh mit dem Wiederkauen. Eine laktierende Kuh benötigt bei ausreichender Rohfaserversorgung 55 +/- 5 Bissen, bevor sie das Futter wieder abschluckt. Daraus ergibt sich eine tägliche Wiederkauzeit von etwa 7 bis 9 Stunden. Bei Milchkühen sollte allgemein der Rohfasergehalt mind. 18% in der Trockensubstanz betragen. Bei totalen Mischrationen kann er auf 16% sinken.

Das Rind bildet durch das Wiederkauen bei strukturierter Fütterung ca. 100 bis 200 Liter Speichel täglich. Die Funktion des Speichels besteht darin, das Abschlucken zu erleichtern und das Futter aufquellen zu lassen, damit die Enzyme der Pansenmikroben die Nährstoffe effektiver zerlegen können. Durch den Speichel, der einen pH-Wert von ca. 8 bis 8,3 hat, haben die cellulosespaltenden Bakterien ein ideales Milieu. Diese puffernde Funktion ist die wichtigste Voraussetzung für eine gesunde Milchviehfütterung. Die sauren Komponenten (Silage pH 4,5; Kraftfutter senkt den pH Wert ab) werden dadurch in der Ration ausgeglichen.
Aus diesem Grund hat die SCA GmbH das Mineralfutter für Milchkühe „KuhGold“ weiterentwickelt. Der neu entwickelte Zusatz „RumiBalance“ gleicht den kritischen pH-Bereich zwischen 5 und 6 im Pansen effektiver aus und hält länger an, als das synthetische und körpereigene Natriumbicarbonat.
Das liegt vor allem daran, dass „RumiBalance“ eine Mischung aus mehreren Puffersubstanzen enthält und dadurch ein viel breiteres Wirkungsspektrum hat. Aktuelle Versuche bestätigen diese Erkenntnis. Die nachstehende Grafik illustriert die Pufferwirkung von „RumiBalance“ bei Zugabe von Säure in einem in-vitro-Pansenmodell. Diese war bei „RumiBalance“ höher und vor allem lang anhaltender als bei Natriumbicarbonat.

Durch die effektive Pufferwirkung steigt die Stärkeverdaulichkeit an, da hierfür im Pansen ein pH-Wert von 6 unabdingbar ist. Außerdem sinkt die Gefahr der Pansenacidose und der negativen Auswirkungen von Sekundärerkrankungen wie Fruchtbarkeitserkrankungen, Euterproblemen und Klauenerkrankungen.
Merke:
Eine wichtige Bauernweisheit lautet:
Funktioniert der Pansen, funktioniert auch die Kuh.
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